Bundesliga Torjäger 2025/26: Die besten Stürmer der Saison im Vergleich

Von Redaktion BLiga

Die Torjägerkrone der Bundesliga ist einer der begehrtesten Einzeltitel im deutschen Fußball. Seit Gerd Müllers legendären Zeiten kämpfen die besten Stürmer der Welt jede Saison um die Auszeichnung als treffsicherster Schütze der Liga. In der Saison 2025/26 zeichnet sich ein spannender Wettkampf ab, in dem alte Hasen auf hungrige Aufsteiger treffen.

Die Torjägerliste nach 22 Spieltagen

Nach der Halbzeit der Saison hat sich an der Spitze der Torschützenliste ein klares Bild gezeichnet, das jedoch noch jede Menge Dramatik verspricht.

Harry Kane (FC Bayern München)

Der englische Nationalspieler Harry Kane hat nach seinem Wechsel aus der Premier League zur Bundesliga im Sommer 2023 bewiesen, dass er auf höchstem Niveau funktioniert — und das ohne die Erfahrung englischer Meisterschaften. In seiner zweiten vollen Bundesliga-Saison ist Kane nun endgültig im deutschen Fußball angekommen.

Kane führt die Torschützenliste nach 22 Spieltagen mit 20 Treffern an. Seine Stärke liegt in der Vielseitigkeit: Kopfballtore, Elfmeter (den er mit beeindruckender Sicherheit verwandelt), Schüsse aus der Distanz und Abschlüsse im Strafraum. Dazu kommen 10 Vorlagen, die ihn zu einem der komplettesten Stürmer machen, die die Bundesliga je gesehen hat.

Statistiken Kane (22 Spieltage):

  • Tore: 20
  • Vorlagen: 10
  • Torschüsse gesamt: 78
  • Schussgenauigkeit: 58 %
  • Tore je Schuss: 1 in 3,9

Serhou Guirassy (Borussia Dortmund)

Serhou Guirassy, der Guineer mit deutschen Wurzeln, hat nach seinem Wechsel von Stuttgart nach Dortmund den nächsten Schritt in seiner Karriere gemacht. Schon in Stuttgart zeigte er mit 28 Bundesliga-Toren in der Saison 2023/24 sein außerordentliches Talent — in Dortmund reift er nun zum kompletten Mittelstürmer.

Mit 16 Treffern liegt Guirassy auf Rang zwei der Torjägerliste. Seine physische Präsenz, kombiniert mit technischer Finesse und einem starken Kopfballspiel, macht ihn schwer zu stoppen. Mehr über den Klub, für den er spielt, und die besondere Atmosphäre im Westfalenstadion lässt sich in unserem eigenen Artikel nachlesen.

Statistiken Guirassy (22 Spieltage):

  • Tore: 16
  • Vorlagen: 7
  • Torschüsse gesamt: 62
  • Schussgenauigkeit: 55 %
  • Zweikampfquote: 61 %

Patrik Schick (Bayer Leverkusen)

Der tschechische Nationalspieler Patrik Schick hat nach Jahren verletzungsbedingter Rückschläge sein Comeback als einer der besten Bundesliga-Stürmer gefeiert. Bei Bayer Leverkusen hat er in einem System des Kollektivs seinen Platz gefunden — und nutzt ihn mit 14 Toren nach 22 Spieltagen eindrucksvoll.

Schicks größte Stärke ist sein Timing: Er schafft es regelmäßig, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Sein Instinkt für Torchancen ist vielleicht sein wichtigstes Attribut, gepaart mit einem technisch hochwertigen Abschluss mit beiden Füßen.

Statistiken Schick (22 Spieltage):

  • Tore: 14
  • Vorlagen: 4
  • Torschüsse gesamt: 49
  • Schussgenauigkeit: 63 %
  • Tore je Schuss: 1 in 3,5

Junge Talente im Aufwärtstrend

Neben den etablierten Namen sorgen einige junge Spieler für Furore in der aktuellen Bundesliga-Saison. Sie stehen noch nicht an der Spitze der Torjägerliste, doch ihre Entwicklung lässt Großes vermuten.

Luca Netz (Borussia Mönchengladbach)

Der linke Flügelspieler, ursprünglich als Verteidiger ausgebildet, hat sich in dieser Saison zu einer echten Offensivkraft entwickelt. Mit 10 Toren und 8 Vorlagen aus dem linken Mittelfeld ist Netz einer der positionsungebundensten Spieler der Liga. Sein direktes Dribbling und sein früher Abschluss machen ihn schwer einzuschätzen.

Mathys Tel (FC Bayern München)

Obwohl Kane die Nummer eins in München ist, hat sich der junge Franzose Mathys Tel als gefährlicher Joker und gelegentlicher Starter etabliert. Mit 9 Toren in weniger als 800 Spielminuten zeigt seine Quote, wie effektiv er ist. Tel verkörpert den modernen Stürmer: schnell, technisch versiert und mit einem sicheren Abschluss.

Omar Marmoush (Eintracht Frankfurt)

Der ägyptische Nationalspieler Omar Marmoush, der in der Vorsaison bereits aufhorchen ließ, hat sich in dieser Spielzeit zur Stammlösung in Frankfurt entwickelt. Mit 11 Toren und 9 Vorlagen beeindruckt er vor allem durch seine Vielseitigkeit — er kann im Zentrum, als Hängende Spitze oder auf den Flügeln eingesetzt werden.

Analyse: Was macht einen Top-Torjäger in der Bundesliga aus?

Die Bundesliga ist eine der physisch anspruchsvollsten Ligen der Welt. Schnelle Zweikampffolge, intensive Pressingsysteme und athletische Defensivspieler erschweren das Leben für Stürmer. Was unterscheidet die Torjäger von der Masse?

Positionsspiel: Die besten Torjäger stehen selten zufällig am richtigen Ort. Ihr Bewegungsmuster ist das Ergebnis intensiver Analyse und jahrelangen Trainings. Sie lesen das Spiel früher und nutzen die winzigen Lücken in der Abwehr.

Effizienz: Ein Faktor, der oft unterschätzt wird, ist die Schusseffizienz. Die Daten zeigen, dass die Top-Torjäger nicht unbedingt die meisten Schüsse abgeben, sondern die qualitativ hochwertigsten — aus optimalen Positionen.

Mentalität: Torjäger haben eine besondere psychologische Stärke. Ein versemmelter Elfmeter, ein überladenes Heimspiel ohne Treffer — der Torjäger schüttelt das ab und trifft beim nächsten Mal. Diese Resilienz trennt die Großen von den Guten.

Systemfähigkeit: In der modernen Bundesliga, in der die meisten Topteams mit einer Spielidee arbeiten, die kollektives Pressen und Gegenpressing beinhaltet, müssen Stürmer mehr verteidigen als früher. Die besten Torjäger sind auch defensiv nützlich, ohne ihre Offensivgefährlichkeit zu verlieren.

Vergleich mit historischen Torjägern

Die Bundesliga hat im Laufe der Jahrzehnte einige der besten Torjäger der Fußballgeschichte hervorgebracht oder beherbergt. Ein kurzer historischer Blick:

Gerd Müller: Der „Bomber der Nation" hält noch immer den ewigen Bundesliga-Torrekord mit 365 Treffern. Seine Trefferquote von 0,68 Tore pro Spiel ist ein Maßstab, den bis heute niemand erreicht hat.

Robert Lewandowski: Der Pole prägte eine Dekade des deutschen Fußballs und erzielte in der Saison 2020/21 den legendären Rekord von 41 Bundesligatore — Müllers Rekord von 40 Toren in einer Saison knackend. Mit 312 Bundesligatore bleibt er die Referenz der modernen Ära.

Uwe Seeler: Als Hamburger Legende und Weltklassestürmer steht Seeler für eine Generation, in der Stürmer Kultfiguren und Vereinslegenden zugleich waren.

Harry Kane wird in diesem Kontext gesehen: Sollte er seine aktuelle Quote halten, kann er am Ende seiner Bayern-Zeit zu einem der torgefährlichsten Stürmer der Bundesliga-Geschichte werden.

Torjäger und die Tabellenentwicklung

Ein interessantes statistisches Phänomen der Bundesliga ist die enge Korrelation zwischen der Torjägerliste und der Bundesliga-Tabelle 2025/26 : Teams mit dem produktivsten Stürmer der Liga stehen in der Regel auch in der Tabelle weit oben. Das klingt trivial, zeigt aber, dass Einzelklasse im Sturm in der Bundesliga nach wie vor stark über Erfolg entscheidet.

Gleichzeitig belegen Teams wie Freiburg, dass kollektiver Fußball ohne einen dominanten Torjäger ebenfalls funktioniert — wenn das System stimmt.

Prognose: Wer holt die Torjägerkrone?

Kanes Position an der Spitze scheint solide, doch Guirassy hat bewiesen, dass er in der Lage ist, in kurzen Phasen viele Tore zu schießen. Eine Verletzung oder ein kleiner Formeinbruch bei Kane könnte das Rennen komplett öffnen.

Überraschungskandidat ist Marmoush, dessen Formkurve nach oben zeigt. Sollte Frankfurt in der Rückrunde starke Leistungen zeigen und Marmoush weiterhin in Topform bleiben, könnte er bis auf Schlagdistanz heranrücken.

Beobachten Sie die Entwicklung des Torjägerrennens in unseren Spieltag-Analysen und verfolgen Sie die Auswirkungen auf das Tabellengeschehen der Bundesliga .

Fazit

Die Torjägerliste der Bundesliga 2025/26 spiegelt die internationale Qualität und die wachsende Attraktivität der Liga wider. Mit Kane, Guirassy und Schick stehen drei Spieler auf verschiedenen Karrierestufen im Mittelpunkt — ein Weltklassestürmer in seiner Primetime, ein hungriger Aufsteiger und ein wiedergeborener Talent. Dieses Trio, flankiert von aufstrebenden Youngsters, macht die Torjägerdebatte zu einem der spannendsten Nebenschauplätze einer ohnehin fesselnden Bundesliga-Saison.